Plastisch rekonstruktive Chirurgie
Bekanntermassen hat mich ja die Leidenschaft der Analogfotografie gepackt und ich finde unter anderem grossen Gefallen an den Kameraschätzen der 70er Jahre. Regelmässige Begleiterscheinung beim Erwerb eines solchen Stückes sind kleinere und grössere Schönheitsfehler oder auch kleine funktionale Beeinträchtigungen. Ähnlich den nahezu täglichen Medienberichten über Damen und Herren mehr oder weniger fortgeschrittenen Alters, die ihren Körper generalüberholen lassen, muss auch der eine oder andere betagtere Kamerajahrgang unters Messer.
Diesmal habe ich mich an der Canonet QL17 probiert, deren Lichtdichtungen komplett marode waren. Das Dichtungskit ist fertig zugeschnitten und als moderne, selbstklebende Variante im Internet erhältlich.
Dichtungen rauskratzen, neue Dichtungen einkleben – klingt einfach… Ist es im Grunde auch, aber es ist eine gehörige Geduldsarbeit. Die Teerreste der alten Dichtungen sind hartnäckig, und beim Auskratzen (kleiner Holzkeil) und anschliessenden Entfernen der Teer- und Klebstoffreste mit Alkohol hat sich in meinem Fall der darunter liegende Lack gleich mit verabschiedet (nein, ich habe kein Isopropanol verwendet).
Das Einkleben funktioniert auf der Tür recht schnell, bei der Rille im Kameragehäuse ist das etwas Fuddelarbeit. Mir hat hier eine KFZ-Abstandsleere (0,8mm) recht gute Dienste geleistet, mit der man die Dichtung vorsichtig seitlich im Wechsel in den Schlitz drücken kann.
Nach 3 Stunden chirurgischem Eingriff kann sich die Dame doch wieder sehen lassen, oder?





Ha! Ich hätte da noch eine OM1 die dringend neue Dichtungen brauchen könnte……
Tja, wenn Du sie vorbei bringst will ich mal nicht so sein
Ich hab grad das Dichtungskit für meine OM2 und die Minolta XD7 bestellt…